Pfarramt Thaleischweiler

Pfarrerin Hannah Wirth

Hauptstraße 61

66987 Thaleischweiler-Fröschen
Telefon: 0 63 34 / 12 48
Fax: 0 63 34 / 98 30 07

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Homepage: www.kirchengemeinde-thaleischweiler.de

Zugehörige Parochialorte:

  • Höhfröschen

 

Öffnungszeiten

Teilzeitplatz: 6 Stunden
Mo-Fr: 7:00 bis 13:00 Uhr

Ganztagsplatz: 9,5 Stunden
Mo-Fr: 7:00 bis 16:30 Uhr

 

Adresse des Kindergartens

Homepage: www.kiga.thw-fr.de

Mitteilungen der Protestantischen Kirchengemeinde Thaleischweiler
 

Termine

    Wir laden ein zu unseren Gottesdiensten

        am Sonntag, den 11. April 2021 (Quasimodogeniti)

            08:45 Uhr Gottesdienst in Höhfröschen

            10:00 Uhr Gottesdienst in Thaleischweiler-Fröschen

                Bitte denken Sie daran, dass eine Voranmeldung zu den Gottesdiensten nötig ist.

                Die Anmeldungen übernimmt in Höhfröschen Frau Sigrid Sauer und in Thaleischweiler-Fröschen Frau Margrit Müller am Freitag, den 9. April 2021 von 12.30 Uhr bis 15:00 Uhr.
                Die Telefonnummern finden Sie im Amtsblatt veröffentlicht.

                Derzeit dürfen in den Gottesdiensten nur noch FFP2–Masken oder OP-Masken getragen werden.
                Während des gesamten Gottesdienstes gilt die Maskenpflicht.
                Bitte halten Sie beim Betreten und Verlassen der Kirche die Abstände von 1,5 Metern ein.


    Link zum Mutmachgottesdienst:

           https://youtu.be/oWWFS33gdk4
           

    Predigt zum heutigen Sonntag (Ostersonntag) von Pfarrerin Hannah Wirth

                                                  
                                                     Predigttext 2. Mose 14, 8-14.19-23.28-30a; 15, 20-21

                8 Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, dass er den Israeliten nachjagte. Aber die Israeliten waren mit erhobener Hand ausgezogen. 9 Und die Ägypter jagten ihnen nach, alle Rosse und Wagen des Pharao und seine Reiter und das ganze Heer des Pharao, und holten sie ein, als sie am Meer bei Pi-Hahirot vor Baal-Zefon lagerten. 10 Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Israeliten ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem HERRN 11 und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast? 12 Haben wir's dir nicht schon in Ägypten gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben. 13 Da sprach Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen. 14 Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.

                19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie. Und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie 20 und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Und dort war die Wolke finster und hier erleuchtete sie die Nacht, und so kamen die Heere die ganze Nacht einander nicht näher. 21 Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich. 22 Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 23 Und die Ägypter folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und Reiter, mitten ins Meer.

                28 Und das Wasser kam wieder und bedeckte Wagen und Reiter, das ganze Heer des Pharao, das ihnen nachgefolgt war ins Meer, sodass nicht einer von ihnen übrig blieb. 29 Aber die Israeliten gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 30 So errettete der HERR an jenem Tage Israel aus der Ägypter Hand.

                20 Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand, und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen. 21 Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er ist hoch erhaben; Ross und Reiter hat er ins Meer gestürzt.


        Was hat die alttestamentliche Geschichte von der Rettung am Schilfmeer mit Ostern zu tun? Von den vielen Antworten, die auf diese Frage möglich sind, habe ich mir heute folgende ausgesucht:

        Es geht um Sackgassen.

        Das Volk Israel ist aus Ägypten geflohen, lange waren sie unterwegs und nun machen sie Rast an einem abgelegenen Ort, in der Hoffnung, dass ihre ehemaligen Unterdrücker sie dorthin nicht verfolgen. Die Stimmung dürfte nicht die beste gewesen sein: Hastig musste man aufbrechen, sie konnten nur das Nötigste mitnehmen und mussten viel Vertrautes zurücklassen. Lange waren sie marschiert, endlich können sie ein wenig die Füße hochlegen und zu Atem kommen.

        Und dann passiert es: Sie wurden nicht nur verfolgt und eingeholt, nein, jetzt sitzen sie auch noch in der Falle. Hinter ihnen nichts als das Rauschen der Wellen, vor Ihnen Kriegsgeschrei. Hinter sich die Wassermassen, von vorne das Heer bewaffneter Reiter und knirschender Streitwagen.

        Kämpfen? Unmöglich! Auf Gnade hoffen? Aussichtslos! Flüchten? Ausgeschlossen!

        Die Israeliten stecken in einer Sackgasse. Und in dieser Sackgasse kocht eine Wut in ihnen hoch: Was hat Moses ihnen da nur angetan? Hat sie eingelullt mit seiner Rede von der Freiheit und einem Land, in dem Milch und Honig fließen! Oh wie dumm waren sie gewesen, auf ihn zu hören! In Ägypten waren sie zwar Sklaven gewesen, aber man hatte für sie gesorgt. Sie waren zwar nicht frei, aber dafür waren sie in Sicherheit gewesen!

        Jetzt, in der Sackgasse, ist nicht nur die Euphorie, die sie zum Aufbruch getrieben hat, sondern auch die Hoffnung auf ein anderes, besseres, Leben verraucht. In der Sackgasse wird den Israeliten klar: Sie stecken fest. Und mit dieser Erkenntnis kommt die Angst. Das Leben, das ihnen Moses versprochen hat, ist in unerreichbare Ferne gerückt, das alte, vertraute Leben ist zur Bedrohung geworden: Es gibt keinen Ausweg, kein Zurück mehr.

        In dieser Geschichte geht es nicht um die Tage, an denen wir stöhnen und uns am liebsten eine Decke über den Kopf ziehen würden, weil uns in diesem Moment einfach alles zu viel ist. Diese Tage, diese Momente gehen vorüber, vielleicht, weil ein guter Freund uns zum Lachen bringt, vielleicht, weil ein Enkel uns ein Bild malt, vielleicht, weil wir beschließen uns selbst etwas Gutes zu tun, manchmal gehen sie sogar ganz von allein vorüber.

        In dieser Geschichte geht es um etwas Anderes. Es geht um die Sackgassen in unserem Leben. Sackgassen, in die wir uns selbst hineinmanövriert haben, um Sackgassen, in die wir hineingedrängt wurden. Sackgassen, in denen wir feststecken, mit leeren Händen und schweren Herzen. Keine Vision treibt uns weiter und der Weg zurück ist abgeschnitten. Kein Ausweg, kein Zurück.

        Diese Sackgassen gehören zu unserem Leben hier auf Erden dazu. Und die größte Sackgasse unseres Lebens ist der Tod. Und das hat die Geschichte von der Rettung am Schilfmeer mit Ostern zu tun: Die Botschaft lautet: Gott kennt keine Sackgassen! Nicht einmal die des Todes!
        Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tut! Diese Worte richten sich an die Israeliten, dort am Schilfmeer, als sie der militärischen Übermacht der Ägypter gegenüberstehen.
        Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tut! Diese Worte richten sich an uns, hier in unseren Sackgassen, wenn wir aus eigener Kraft nichts mehr tun können.

        Feststehen und zusehen, am Wasser des undurchdringlichen Schilfmeeres. Nichts tun, geschehen lassen. Und Gott lässt das Meer weichen! Feststehen und zusehen, unter dem Kreuz. Nichts tun, geschehen lassen. Und Gott lässt Jesus wieder auferstehen. Feststehen in den Sackgassen unseres Lebens. Nichts tun, geschehen lassen.

        Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.

        Wir werden stille sein, weil Gott uns aus unseren Sackgassen führt, so wie er die Israeliten durch das Schilfmeer geführt hat. Er tut uns eine Zukunft auf, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Wir werden stille sein – und staunen.

        Amen.


Kontakt

Ansprechpartnerinnen vor Ort:
Für Thaleischweiler-Fröschen: Margrit Müller, Fröschener Straße 58, Thaleischweiler–Fröschen, Telefon 06334 -1492
Für Höhfröschen: Carola Schneider, Hauptstr. 25, Höhfröschen, Telefon: 06334-983606, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!