Pfarramt Thaleischweiler

Pfarrerin Hannah Wirth

Hauptstraße 61

66987 Thaleischweiler-Fröschen
Telefon: 0 63 34 / 12 48
Fax: 0 63 34 / 98 30 07

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Homepage: www.kirchengemeinde-thaleischweiler.de

Zugehörige Parochialorte:

  • Höhfröschen

 

Öffnungszeiten

Teilzeitplatz: 6 Stunden
Mo-Fr: 7:00 bis 13:00 Uhr

Ganztagsplatz: 9,5 Stunden
Mo-Fr: 7:00 bis 16:30 Uhr

 

Adresse des Kindergartens

Homepage: www.kiga.thw-fr.de

 

Mitteilungen der Protestantischen Kirchengemeinde Thaleischweiler

 

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist der 2. Sonntag nach Trinitatis. Dieser Sonntag hat die Einladung(en) Gottes an uns zum Thema. Gott lädt uns ständig ein. Also lassen Sie sich überraschen, wo es hingeht, wenn Gott Sie „einlädt“, also, wenn er Sie „einpackt“, um sich mit Ihnen auf den Weg zu machen.

Gottes Einladungen sind nämlich nicht von derselben Natur wie die Einladungen, die wir einander aussprechen. Über diese Einladungen können wir uns freuen, weil sie uns ein besonderes Ereignis versprechen und das Alltägliche unterbrechen. Sie können uns aber auch lästig sein, weswegen wir sie ausschlagen, wenn wir so gar keine Lust auf die Party, das Essen oder die Veranstaltung haben und lieber zuhause bleiben wollen.

Gottes Einladungen sind anders. Er hat uns schon längst „eingeladen“. Nicht zu einem Ereignis, auf das wir uns (mehr oder weniger) freuen und das dann irgendwann vorbei ist – sondern zu einem Erlebnis. Gott spricht: Leb! Und schenkt den Glauben, damit wir im Alltäglichen das Wunderbare sehen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag, einen guten Start in die kommende Woche und viel Vergnügen beim Stöbern in dieser Ausgabe der KirchenNews!

Ihre Pfarrerin Hannah Wirth

 

 

Termine

Wir laden ein zu unseren Gottesdiensten

am Sonntag, den 20. Juni 2021 (3. Sonntag nach Trinitatis)

08:45 Uhr

Gottesdienst in Höhfröschen

10:00 Uhr

Gottesdienst in Thaleischweiler-Fröschen


Derzeit dürfen in den Gottesdiensten nur noch FFP2–Masken oder OP-Masken getragen werden.
Während des gesamten Gottesdienstes gilt die Maskenpflicht.
Bitte halten Sie beim Betreten und Verlassen der Kirche die Abstände von 1,5 Metern ein.

 

Sonstige Termine:

am Sonntag, den 20. Juni 2021

13:00 Uhr
bis
15:00 Uhr

Kuchen-to-go des Fördervereins in Höhfröschen
(Wer einen Kuchen spenden möchte, setzt sich bitte mit den Presbytern oder dem Förderverein in Verbindung. Herzlichen Dank!)

am Dienstag, den 22. Juni 2021

15:30 Uhr

Treffen des Perspektivausschusses in Thaleischweiler-Fröschen bei Presbyterin Susanne Bauer

am Samstag, den 26. Juni 2021

 

Konfiaktionstag (Infos folgen)

am Dienstag, den 29. Juni 2021

18:00 Uhr
bis
19:30 Uhr

Treffen der Mitarbeiter des Besuchsdienstkreises und Interessierte in der Kirche in Wallhalben

 

Predigt zum heutigen Sonntag

Nachdem die Apostel begonnen hatten, die Frohe Botschaft in die Welt hinauszutragen, haben sich die Menschen, die diese Botschaft gehört hatten und sich daraufhin taufen ließen, zu den ersten christlichen Gemeinden zusammengefunden. Und wie das nun einmal so ist, da wo unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Begabungen aufeinandertreffen und miteinander leben, gibt es „Verständigungsprobleme“. Bei der Gemeinde in Korinth war das im wahrsten Sinne des Wortes so, da manche der Gemeindeglieder „in Zungen“ gesprochen haben – das heißt, sie haben in einem ekstatischen Zustand (der dem Heiligen Geist zugeschrieben wurde) unverständlich vor sich hin und zueinander gesprochen. Und die, die in Zungen sprachen, waren mächtig stolz darauf. Kein Wunder also, dass der Apostel Paulus, stets um die Einheit und Einträchtigkeit seiner Gemeinden bemüht, einen Brief an die Menschen in Korinth verfasst hat…

1. Kor 14,1-12

1 Bleibt unbeirrt auf dem Weg der Liebe! Strebt nach den Gaben, die der Heilige Geist schenkt – vor allem aber danach, als Prophet zu reden. 2 Wer in unbekannten Sprachen redet, spricht nicht zu den Menschen, sondern zu Gott. Denn niemand versteht ihn. Was er unter dem Einfluss des Geistes sagt,bleibt vielmehr ein Geheimnis. 3 Wer dagegen als Prophet redet, spricht zu den Menschen. Er baut die Gemeinde auf, er ermutigt die Menschen und tröstet sie. 4 Wer in unbekannten Sprachen redet, baut damit nur sich selbst auf. Wer aber als Prophet redet, baut die Gemeinde auf. 5 Ich wünschte mir, dass ihr alle in unbekannten Sprachen reden könntet. Noch lieber wäre es mir, wenn ihr als Propheten reden könntet. Wer als Prophet redet, ist bedeutender als derjenige, der in unbekannten Sprachen redet – es sei denn, er deutet seine Rede auch. Das hilft dann mit, die Gemeinde aufzubauen. Reden in unbekannten Sprachen bleibt ohne Auslegung unverständlich. 6 Was wäre, Brüder und Schwestern, wenn ich zu euch komme und in unbekannten Sprachen rede. Was habt ihr davon, wenn ich euch nichts Verständliches vermittle? Das kann eine Vision sein oder eine Erkenntnis, eine prophetische Botschaft oder eine Lehre. 7 So ist es ja auch bei den Musikinstrumenten, zum Beispiel bei einer Flöte oder Leier: Nur wenn sich die Töne unterscheiden, kann man die Melodie der Flöte oder Leier erkennen. 8 Oder wenn die Trompete kein klares Signal gibt, wer rüstet sich dann zum Kampf? 9 Genauso wirkt es, wenn ihr in unbekannten Sprachen redet. Wenn ihr keine verständlichen Worte gebraucht, wie soll man das Gesagte verstehen können? Ihr werdet in den Wind reden! 10 Niemand weiß, wie viele Sprachen es auf der Welt gibt. Und kein Volk ist ohne Sprache. 11 Wenn ich eine Sprache nicht verstehe, werde ich für den ein Fremder sein, der sie spricht. Und wer sie spricht, ist umgekehrt ein Fremder für mich. 12 Das gilt auch für euch. Ihr strebt nach den Gaben des Heiligen Geistes. Dann strebt nach Gaben, die die Gemeinde aufbauen. Davon könnt ihr nicht genug haben.

Einmal in der Woche bin ich in Thaleischweiler-Fröschen in der Kita. Ich mache eine kleine religionspädagogische Einheit und bleibe dann noch etwa eine Stunde bei den Kindern in ihrer Gruppe und bastele, male oder spiele mit ihnen.

Die Kinder sind ja zum Teil noch sehr jung und können auch noch nicht richtig sprechen. Vor zwei Wochen hat mich also so ein junges Mädchen zu sich an den Tisch gesetzt, mir Stift und Papier zugeschoben und im Brustton der Überzeugung gesagt: „Mah du Duhm!“ Ich habe wirklich versucht zu erraten was sie meint, mir ist aber nichts Anderes übriggeblieben als nochmal nachzufragen: „Was möchtest du?“ Und wieder: „Mah du Duhm!“ „Ich soll einen Turm malen?“ Frustriert schüttelt sie den Kopf und geht kurz in sich. Gerade als ich dachte, dass das mit uns beiden nichts wird, geht ein Strahlen über ihr Gesicht und sie macht ganz laut: „MUH!“

Es ist ein Wunder mitzuerleben, wie Kinder lernen sich verständlich zu machen. Wie sie Worte finden, mit denen sie sich mitteilen können. Mit denen sie den Menschen um sie herum erklären können, was in ihnen vorgeht: Was sie wollen, was sie nicht wollen, was sie gerade beschäftigt, was sie empfinden.

Und jetzt versetzen sie sich mal in die Lage der Kinder: Da versteht mich einer! Ich werde verstanden! – Das kleine Mädchen wollte unbedingt, dass ich ihr eine Kuh male, und was hat sie sich gefreut, als ich schließlich darauf gekommen bin, was sie von mir möchte. Und ich habe mich auch gefreut. Und ihr eine leidlich schöne Kuh gemalt.

Verstehen und verstanden werden – das ist alles andere als einfach. Nicht nur, wenn uns im Kindesalter die Worte fehlen. Oder wenn Menschen zusammenkommen, die unterschiedliche Sprachen sprechen.

Das ist auch deswegen nicht einfach, weil wir manchmal aneinander vorbeireden, manchmal übereinander statt miteinander reden, und manchmal das eine sagen, wenn wir doch das andere meinen. Das tun wir aus ganz unterschiedlichen Gründen. Vielleicht, weil ich den anderen mit meiner ehrlichen Meinung nicht verletzen will. Oder weil ich mich abgelehnt fühle und auf keinen Fall möchte, dass mich jemand für bedürftig oder schwach hält, wenn ich ihm sagen würde, was ich gerade brauche. Vielleicht aber auch einfach nur deswegen, weil ich dem anderen gerade die Pest an den Hals wünsche oder es mir einfach die Mühe nicht wert ist, mich ihm verständlich zu machen oder ihn zu verstehen.

Zugegeben, wenn das so läuft, dann bin ich nicht gerade die beste Version meiner selbst. Eigentlich will ich verständnisvoll, geduldig, langmütig und freundlich sein, hinter dem Gesagten das Gemeinte erspüren und darauf eingehen, und den Mut haben zu mir selbst zu stehen und klar auszudrücken, was ich denke, fühle und will. – Ja, aber manchmal ist genau das einfach furchtbar anstrengend.

Warum sollte ich mich überhaupt anstrengen? Wenn es doch auch so geht, mit höflichen Oberflächlichkeiten und distanzierter Freundlichkeit?

Ich für mich kann sagen: Es lohnt sich: Das spüre ich z.B. durch Momente wie dem in der Kita. Dieser „Kuhmoment“ hat mir gezeigt, wie schön es ist, wenn es klick macht und man sich versteht.

Wenn jemand nicht nur anerkennt, dass ich etwas gemacht habe, sondern wenn er wirklich wahrnimmt, warum ich das so gemacht habe. Wenn jemand verstehen will, warum mir etwas wichtig ist. Wenn sich wirklich jemand für mich interessiert und dahinterkommen will, dass ich z.B. möchte, dass er mir eine Kuh malt. Wenn sich jemand die Mühe macht und hinter die Fassade blickt – der mich auch dann annimmt und liebt, wenn ich mich gerade selbst nicht annehmen und lieben kann und unausstehlich bin.

Ich glaube, das meint Paulus damit, wenn er sagt, dass wir nach der Liebe streben sollen: Diese Kuhmomente suchen! Den Mut haben, etwas von sich zu zeigen! Und vor allem: Den Mut haben zu sehen, was andere mir von sich zeigen. Das erfordert wirklich viel Mut: Sich öffnen und einander anvertrauen – mit dem Risiko verletzt zu werden.

Strebt nach der Liebe, sagt Paulus zu den Korinthern. Weil er befürchtet, dass die Gemeinde auseinanderbricht. Weil die, die damals in Zungen gesprochen haben, sich zwar Gott sehr nahe gefühlt, dabei aber ihre Brüder und Schwestern vergessen haben. Sie haben vergessen, dass der Geist Gottes ein Geist der Liebe ist, der immer in der Nächstenliebe mündet und auch die in die Gemeinschaft einholt, die da vermeintlich nicht reinpassen.

Wir brauchen die Nähe zu Gott, keine Frage. Aber diese Nähe kann niemals auf Kosten der Nächstenliebe gehen. Paulus ermahnt uns deshalb, nach der Liebe zu streben: Er hat damals die Menschen in Korinth ermahnt, die in Zungen und nicht miteinander gesprochen haben, und er ermahnt uns heute, die wir aneinander vorbei, über statt miteinander und „in den Wind“ reden, und das eine sagen, wenn wir doch das andere meinen.

Nach der Liebe streben heißt: Den Mut haben sich einander zu zeigen und zu verstehen. Weil uns das einander näherbringt. Und Paulus weiß: Diese Aufgabe, dieser Auftrag den Gott für uns hat, der gibt unserem Leben einen Sinn: Die Liebe ist größer als wir selbst, und wenn wir lernen zu lieben, wachsen wir über uns hinaus. Im Dienst an Gottes Sache und in der Liebe zueinander wird der Mensch ganz Mensch und ganz er selbst:

Damit wir uns ehrlich beistehen können, ein gutes Wort zur rechten Zeit füreinander haben. Und uns auch offen und ehrlich darauf stoßen können, wenn wir gerade nicht die beste Version unserer selbst sind.

Denn Gott kennt die beste Version unserer selbst. Und damit wir immer wieder Mal daran erinnert werden, schenkt er uns gerne die kleineren und größeren „Kuhmomente“ unseres Lebens. Denn sie machen Mut zum Leben und zum Lieben.

 

Fundstück der Woche

Die Nächstenliebe, zu der uns der Glaube aufruft, ist keine verschwenderische Liebe, die den Gebenden aufzehrt. Sie stellt sich automatisch ein, wenn der Gebende angefüllt ist mit der Liebe Gottes. Deswegen gibt der mittelalterliche Mystiker Bernhard von Clairvaux (1090-1153) uns folgenden Rat:

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie erfüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter…

Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird zur See. Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle…

Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.

 

 

Kontakt

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Für Thaleischweiler-Fröschen:
Margrit Müller
Fröschener Straße 58
66987 Thaleischweiler–Fröschen
Telefon: 06334 -1492

Für Höhfröschen:
Carola Schneider
Hauptstr. 25
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